Gesundheit

"Gesundheitspanorama 2017": Die luxemburgische Krankenkasse ist die großzügigste

2017 übernimmt die luxemburgische Krankenkasse 98,6 % der Behandlungskosten der Privathaushalte. Dies entspricht laut dem Finanzbericht 2018 der Versicherung für Krankheit und Mutterschutz einem Betrag von knapp 2,59 Milliarden Euro.

28-healthDas "Gesundheitspanorama 2017" liefert auf 226 Seiten neue Indikatoren, insbesondere im Bereich Risikofaktoren für die Gesundheit.  Luxemburg zeichnet sich im Bereich des Krankenversicherungssystems aus. Der Anteil der Behandlungskosten, den die Privathaushalte übernehmen, erreicht 1,4 %, der geringste Anteil aller OECD-Länder. 95,2 % der Einwohner sind krankenversichert.

Allgemein zählt Luxemburg neben Ländern wie Norwegen, der Schweiz und den USA zu den Ländern mit den höchsten Gesundheitsausgaben (6 % des BIP).

Die häufigsten Todesursachen

Die Lebenserwartung liegt für Männer bei 80 Jahren und für Frauen bei 84 Jahren, und die beiden häufigsten Todesursachen in Luxemburg sind Erkrankungen des Kreislaufsystems und Krebs. Im Schnitt ist mehr als jeder dritte Todesfall mit Herz-Kreislauf- oder zerebrovaskulären Erkrankungen verbunden, und jeder vierte mit Krebs. Ernährung, Nikotinsucht und Alkoholkonsum spielen in diesem aufschlussreichen Befund eine wichtige Rolle. Die Sterblichkeitsrate nach einem Herzinfarkt liegt bei 7,3 %.

Schlechte Gewohnheiten

14,9 % der luxemburgischen Bevölkerung rauchen. Doppelt so viele wie in Mexiko. Der Alkoholkonsum pro Kopf pro Jahr liegt bei 11,1 Liter, fast ein Liter pro Monat. Mit 22,6 % Übergewichtigen liegt Luxemburg deutlich über dem OECD-Schnitt von 19,4 %.

Mehr Obst und Gemüse verzehren

Bei einem regelmäßigen Obst- (47,5 %) und Gemüse-Verzehr (52,2 %) unter dem Durchschnitt (56,8 % bzw. 59,8 %) neigt Luxemburg zum Vitaminvermeiden. Und doch sagen 70,4 % der Luxemburger von sich, bei sehr guter Gesundheit zu sein (der OECD-Schnitt liegt bei 68,2 %), gegenüber 8,7 % bei sehr schlechter Gesundheit. Abschließend gehen 62,6 % einer regelmäßigen sportlichen Aktivität nach.

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst / Quelle: OECD / CNS)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 30-11-2017