Feste und Traditionen

Karneval: Feierwütige in den Startblöcken

In Luxemburg markiert die Lichtmess offiziell den Beginn der Fuesent, die bis Aschermittwoch (Aschermëttwoch) dauert.

31-cavalcadeDie Karnevalszeit nähert sich mit großen Schritten. Traditionell treten die Masken am Tag der Lichtmess in Erscheinung, die offiziell den Beginn der Fuesent markiert, welche bis Aschermittwoch (Aschermëttwoch) dauert, wenn das Stréimännchen (Strohmännchen) verbrannt wird.

Da die Luxemburger eine Feierkultur haben, begehen sie gemeinsam die festliche Tradition des Karnevals mit Spaß und guter Laune. Als Auftakt der Feierlichkeiten, die die kommenden Wochen bestimmen werden, fällt der Startschuss für den Karneval bereits am Wochenende des 2. Februar - mit Kostümbällen, die die Karnevalssession eröffnen, insbesondere dem berühmten Ball Bieles am Jumm in Beles.

Masken, Konfetti und Luftschlangen

Im Laufe dieser Festwochen organisieren, vor allem am Fuessonnden (Karnevalssonntag) und am Fuesméinden (Rosenmontag), die lokalen Vereine viele Bälle sowie Umzüge für Groß und Klein. Mit Konfettikanonen, Süßigkeiten und Luftschlangen ist der Karnevalsumzug ein von allen gespannt erwarteter Moment der Karnevalssession. Die bekanntesten Karnevalsumzüge finden in Diekirch, Esch-sur-Alzette, Remich und Petingen statt. Interessant ist, dass der erste Karnevalsumzug des Großherzogtums 1870 in Diekirch stattfand.

Drei weitere Ortschaften sind besonders für ihre Narrentreffen bekannt: Echternach, Vianden und Wormeldange.

Eine Art, den Karneval zu begraben

In Luxemburg wird das Ende des Karnevals offiziell durch die Verbrennung des Stréimännchens (Strohmännchen) in Remich markiert. Die Tradition besteht darin, am Aschermittwoch eine große Strohpuppe zu verbrennen, die anschließend in die Mosel geworfen wird. Dieses fröhliche "Töten" markiert nicht nur das Ende der "närrischen Tage", sondern auch das Ende des Winters. In Schaltjahren wird eine Stréifrächen, eine Strohfrau, durch die Straßen der kleinen Moselstadt getragen, in Brand gesteckt und dann in die Mosel geworfen.

Obwohl Aschermittwoch im Prinzip das Ende des Karnevals markiert, gehen die Feierlichkeiten und Karnevalsumzüge in den folgenden Wochen noch weiter, wie zum Beispiel mit der Kavalkade von Petingen. Tatsächlich verlängert sich der Karneval bis zum vierten Sonntag der Fastenzeit, der die Halbzeit der Fastenzeit markiert und daher den Namen Halleffaaschten oder auch Bretzelsonndeg (Brezelsonntag) trägt.

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 02-02-2018