Tourismus

Die Bock-Kasematten sind wieder für Besucher/innen geöffnet

Die unterirdischen Galerien, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören, geben Zeugnis von der Vergangenheit der Festungsstadt.

Ab dem 10. Februar 2018 sind die Bock-Kasematten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.2017 haben 136.037 Besucher/innen sie besichtigt und sie so zur Hauptsehenswürdigkeit der Hauptstadt gemacht. Der Besuch der Kasematten im Bockfelsen, der Wiege der Hauptstadt, ist ein "must" für alle gut unterrichteten Besucher/innen, die so wirklich ins Herz der Festungsstadt von gestern dringen. 

Eine Geschichtsstunde im Zentrum der Stadt

Die Bock-Kasematten wurden von den Österreichern in den Jahren 1745/46 eingerichtet. Sie verstärkten das Verteidigungssystem der Zitadelle und waren Teil eines auβergewöhnlichen Netzes von 23 km unterirdischer Galerien auf mehreren Ebenen und mit bis zu 40 m Tiefe. Die groβe Galerie von 60 m Länge führt zu Kanonenkammern, die es ermöglichen, auβergewöhnliche Aussichten auf die Stadt zu entdecken. Die Bock-Kasematten konnten eine Garnison von 1.200 Mann einschließlich Ausrüstung und etwa 50 Kanonen aufnehmen

Vier Jahrhunderte lang war Luxemburg unter fremder Herrschaft und die besten Ingenieure der neuen Machthaber (Burgunder, Spanier, Franzosen, Österreicher, Deutscher Bund) verwandelten die Stadt in eine der begehrtesten Festungen Europas. Nach der Schleifung im Jahr 1867, die im Vertrag von London vereinbart war, um Luxemburg nach dem Ende des Deutschen Bunds seine Neutralität zu garantieren, wurden die Kasematten auf 17 km reduziert. Im 20. Jahrhundert wurde ein Teil der Keller öffentlich zugänglich gemacht. Bis heute sind sie eine der Attraktionen des Stadtzentrums, die von den Touristen am meisten geschätzt wird. Von 30. März bis 16. September 2018 gibt es drei Mal täglich geführte Touren.

(Quelle: Mitteilung des Luxembourg City Tourist Office)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 09-02-2018