Kooperation und humanitäre Hilfe

Es ist gut, im Großherzogtum auf die Welt zu kommen

Die Säuglingssterblichkeit in Pakistan liegt bei 45,6 von 1000 Kindern gegenüber 1,5 von 1000 in Luxemburg.

28-unicefJedes Jahr sterben 2,6 Millionen Babys, bevor sie einen Monat alt werden. Davon tun eine Million ihren letzten Atemzug am Tag ihrer Geburt. Das bestätigt die Generaldirektorin von UNICEF, Henrietta H. Fore.

Im neuen Bericht zur Säuglingssterblichkeit der internationalen Organisation, die sie leitet, bleibt die Sterblichkeitsrate Neugeborener weltweit alarmierend hoch, insbesondere in ärmeren Ländern. Babys, die in den sichersten Ländern auf die Welt kommen, haben hingegen ein 50 Mal so geringes Risiko, im ersten Monat ihres Lebens zu sterben.

Wie in Luxemburg zum Beispiel, wo das Risiko eines verfrühten Säunglingstodes sehr gering ist. Laut dem UNICEF-Bericht stirbt im Großherzogtum nur eins von 667 Kindern in seinem ersten Lebensmonat. Mit einer der niedrigsten Säuglingssterblichkeiten liegt Luxemburg von den analysierten Ländern auf Platz 8. Die größten Überlebenschancen haben Babys, die in Japan, Island und Singapur auf die Welt kommen.

Das Sterberisiko ist in Pakistan am höchsten

Auch wenn die Anzahl an Kindern, die im Alter zwischen 1 Monat und 5 Jahren sterben, in den letzten Jahrzehnten beträchtlich gesunken ist, sterben jeden Tag immer noch 7000 Neugeborene (im Alter unter einem Monat). Aber in Japan geborene Babys bleiben am wahrscheinlichsten am Leben: Nur eins von 1000 stirbt in den ersten 28 Tagen seines Lebens.

Im Gegenzug sind in Pakistan geborene Kinder mehr Risiken ausgesetzt als andere: von 1000 Babys, die in diesem Land das Licht der Welt erblicken, überleben 46 den ersten Monat nicht, das heißt fast jedes 20. Neugeborene. 8 der 10 gefährlichsten Länder, um auf die Welt zu kommen, liegen in Subsahara-Afrika.

Die häufigsten Todesursachen

Laut dem Bericht werden über 80 % der Todesfälle bei Neugeborenen durch eine Frühgeburt, Komplikationen bei der Geburt und Entbindung und Infektionen wie Sepsen, Hirnhautentzündungen und Lungenentzündungen verursacht. So steht Tausenden von Säuglingen nicht die die lebenswichtige Hilfe zur Verfügung, die sie zum Überleben brauchen, weil es an qualifiziertem Personal (Krankenpfleger, Hebammen, Ärzte) mangelt.

 (Quelle:  Unicef-Bericht 2018 - Every child alive) 

  • Letzte Änderung dieser Seite am 02-03-2018