Kooperation und humanitäre Hilfe

Emergency.lu breitet sich auf Europa aus

05-emergencyDas Satellitenkommunikationssystem "emergency.lu", entwickelt von SES und dem luxemburgischen Staat, verdiente sich beim Taifun "Haiyan" 2013 auf den Philippinen, beim Erdbeben in Nepal 2015 oder beim Hurrikan "Matthew" auf Haiti seine Sporen. Sein letzter Einsatz fand 2017 statt, um den portugiesischen Rettungsdiensten im Kampf gegen die Feuer beizustehen, die den ganzen Sommer im Land wüteten.  

Heute wurde das Soforthilfesystem per Satellit offiziell in den Nothilfe-Pool ("Voluntary Pool") der Europäischen Union integriert. Dafür besuchten Innenminister Dan Kersch und der Minister für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Angelegenheiten Romain Schneider das Krisenzentrum "Emergency Response Coordination Centre (ERCC)" in Brüssel, um die Eingliederung von "emergency.lu" ins Hilfesystem der EU zu formalisieren.

Luxemburg wird somit - mittels seines Satellitenkommunikationssystems, das eine Internetverbindung in Katastrophengebieten ermöglicht -, zunächst für eine Dauer von zwei Jahren, an der europäischen Notfallinterventionskapazität (capacité européenne d’intervention d’urgence, EERC) und am Europäischen medizinischen Korps (CME) teilnehmen.  

Luxemburgs Beitrag

Seit der Gründung des Freiwilligen-Pools im Oktober 2014 schlossen 16 teilnehmende Staaten über 70 Mittel des Zivilschutzes zusammen (Such- und Rettungstrupps, Material zur Wasserreinigung, Pumpeinheiten mit großer Kapazität ...)

Mit seiner Lösung "emergency.lu" wird das Großherzogtum als erstes Land ein Kommunikationsmodul in den Freiwilligen-Pool einbringen. Die luxemburgische Unterstützung wird mit folgender Konfiguration bereitgestellt:

  • ein Satellitenkommunikationssystem "emergency.lu" des Typs "schnell"
  • zwei Techniker der Gruppe, die für humanitäre Missionen der Verwaltung der Rettungsdienste verantwortlich ist, wovon einer die Funktion "Einsatzchef" ausübt
  • eine Lieferung IKT-Material (Informations- und Kommunikationstechnologien)
  • eine Lieferung existenzsichernden Materials (Zelte, Medikamente, Einmannpackungen usw. )
  • ein Generator

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst / Quelle: Ministerium des Inneren / Verwaltung der Rettungsdienste / Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten / Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe) 

  • Letzte Änderung dieser Seite am 07-03-2018