Familie

Die Elternurlaubsreform macht Eltern glücklich

Im Vergleich zum Jahr 2016 nutzten 89 % mehr Eltern den neuen Elternurlaub, der als vorteilhafter und flexibler gilt.

06-congeparentalDie Ministerin für Familie, Corinne Cahen, zog eine erste Bilanz und ist froh, dass die im Dezember 2016 in Kraft getretene neue Reform es ermöglicht, Arbeits- und Privatleben besser zu vereinen. 2017 wurden 10.881 Anträge gestellt, im Vergleich zu "nur" 6759 im Jahr 2016. Zu den Begünstigten zählen vor allem Papas, denn ihre Zahl steigt überraschend sprunghaft um 190 % an! Bei den Frauen stieg der Anteil auch um 20 %. Mit einem Anstieg von 89 % zusätzlichen Eltern, die Zugang haben, muss man feststellen, dass die neue Reform des Elternurlaubs ein großer Erfolg ist.

Das passende Modell wählen

Die neue Reform führt mehr Flexibilität und eine attraktivere Entgeltersatzleistung ein. Das beliebteste Modell bei den Frauen bleibt der 6-monatige Vollzeit-Elternurlaub, während die Männer eher einen Urlaubstag pro Woche über 20 Monate nehmen. Diese größere Flexibilität erleichtert auch die Organisation am Arbeitsplatz. In 97 % der Fälle konnten Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu einer Einigung kommen, die beide Parteien zufriedenstellt.

(Überaus) Zufriedene Eltern laut Umfrage

Laut einer von TNS Ilres in den letzten zehn Monaten durchgeführten Umfrage sagen 85 % der befragten Eltern, sie seien "äußerst oder sehr zufrieden" mit dem neuen Elternurlaub. Ihre Lebensqualität habe sich deutlich verbessert. 79 % der Befragten bevorzugen das alte Modell.

Familie und Beschäftigung zu schützen kostet Geld

Diese Reform tritt in einem entscheidenden Moment auf, da sich die Konstellation "Familienleben-Arbeitsleben" drastisch verändert. Ein Bedürfnis, die Arbeitszeit (um 20, 30 oder sogar 50 %) zu reduzieren, um mehr Zeit mit dem Kind zu verbringen, ergreift die heutige Gesellschaft. Auch wenn der neue Urlaub einen Lösungsweg darstellt, hat dieser einen Preis. Ursprünglich auf 74 Millionen Euro beziffert, haben sich die Kosten 2017 mehr als verdoppelt, sodass über 165 Millionen Euro vom Staat ausgegeben wurden.

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 08-03-2018