Erziehung und Bildung

Mit LALA lesen lernen

Forscher der Universität Luxemburg entwickelten ein Vorschulleseprogramm, das Lernschwierigkeiten vorbeugen soll.

09-lalaIn Luxemburg erreicht fast die Hälfte der Kinder unter neun Jahren nicht die nationalen Bildungsstandards. Forscher der Universität Luxemburg entwickelten daher LALA - Lauter lëschteg Lauter (“lauter lustige Laute”), ein Programm, das bei Kindern im ersten Schulzyklus Lernschwierigkeiten vorbeugen soll.

Wie funktioniert es?

Das Programm besteht aus einer Reihe kleiner Sprachspiele und -aktivitäten, die der Lehrer mehrmals pro Woche mit seiner Klasse durchführen kann. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht eine fiktive Figur, ein Papagei namens Lala, der die Kinder im Klassenraum besucht. Die Materialien und Aktivitäten stützen sich auf neueste Forschungsergebnisse und berücksichtigen den von der Mehrsprachigkeit geprägten luxemburgischen Schulkontext. LALA wurde fünf Jahre lang getestet und wissenschaftlich evaluiert. Über 200 Kinder und acht Schulen nahmen an der Studie teil.

Überzeugende Ergebnisse

Die Ergebnisse sind sehr positiv: In den Tests zu den nötigen Kompetenzen, um Lesen zu lernen, erzielten die Kinder, die am LALA-Programm teilnahmen, bessere Ergebnisse als die anderen Kinder. Ein besonders ermutigendes Ergebnis war den Forschern zufolge, dass auch Kinder mit einem anderen Sprachhintergrund als Luxemburgisch durch das LALA-Programm gute Fortschritte erzielten - obwohl das Programm in Luxemburgisch durchgeführt wurde.

Die wissenschaftliche Evaluierung des Programms ist abgeschlossen, und zurzeit arbeiten vier Schulen aktiv mit LALA. Das Programm wurde durch den Lions Club Mondorf-les-Bains und den Nationalen Forschungsfonds (FNR) unterstützt.

(Quelle: Mitteilung der Universität Luxemburg)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 11-04-2018