Erziehung und Bildung

Die Mini-Crèches - ein neues Angebot ab Januar 2019

Die familiären Betreuungsstrukturen für Kinder zwischen 0 und 12 Jahren sollen dem Mangel oder der ungenügenden Zahl von Betreuungsstrukturen im Land Abhilfe schaffen.

06-minicrechesDie sog. Mini-Crèches sind eine Art Zwischenstruktur, d. h. sie sind zwischen Krippe und Tageseltern angesiedelt, und sollen bis zu 11 Kinder zwischen 0 und 12 Jahren betreuen, von denen höchstens vier unter einem Jahr alt sein dürfen. Ab dem 7. Januar 2019 sind sie geöffnet. Sie werden von einem Team aus zwei qualifizierten Personen geführt: einem Sozialpädagogen bzw. Erzieher und einer Person, die eine Ausbildung im Bereich der sozialpädagogischen Kinderbetreuung absolviert hat oder im Besitz einer Bescheinigung über eine Tageselternschulung ist.

Eine Alternative unter den zugelassenen Betreuungsstrukturen

Aufgrund ihrer Größe, ihrer Standorte und ihres Personals können die Mini-Crèches den Kindern und ihren Eltern einen Rahmen bieten, der sehr nahe an einem familiären Umfeld ist. Sie sollen an weniger zentral gelegenen Orten eröffnet werden, wie z. B. in kleinen Gemeinden, um die Betreuungsstrukturen so näher an den Wohnsitz der Eltern zu bringen. Die Mini-Crèches sollen von 5.00 bis 23.00 Uhr durchgehend geöffnet sein. Diese Flexibilität kommt vor allem Eltern mit versetzten Arbeitszeiten zugute.

Mehrsprachige Erziehung und 20 kostenlose Betreuungsstunden

Die Mini-Crèches werden ebenfalls dem Gutscheinsystem zur außerschulischen Kinderbetreuung (CSA) angeschlossen und wenden im Gegensatz zu den Tageseltern auch das mehrsprachige Erziehungsprogramm für Kinder zwischen 1 und 4 Jahren an. Diese Kinder gelangen während 46 Wochen im Jahr in den Genuss von 20 kostenlosen Betreuungsstunden. Die Überwachung der Qualität wird von den dem Nationalen Jugendwerk (Service national de la jeunesse, SNJ) angehörenden regionalen Vertretern wahrgenommen.

Derzeit besuchen etwa 52.000 Kinder zwischen 0 und 12 Jahren eine Betreuungsstruktur in Luxemburg.

(Dieser Artikel wurde von der Redaktion von www.luxembourg.lu verfasst /Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 11-07-2018