Der Sekundarunterricht

Der Sekundarunterricht dauert je nach Orientierung 6 oder 7 Jahre. Er ist in zwei große Unterichtszweige unterteilt:

  • den allgemeinen Sekundarunterricht, der die Schüler in erster Linie auf ein Hochschulstudium vorbereitet;
  • den technischen Sekundarunterricht, der die Schüler vor allem auf das Berufsleben vorbereitet, aber auch den Zugang zu Hochschulstudien ermöglicht.

Der Sekundarunterricht endet mit einem international anerkannten Abitur oder einem Befähigungsnachweis der vor allem Zugang zum Berufsleben bietet.

Für junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahren, die die Schule abgebrochen haben, gibt es die Möglichkeit, die Schule der 2. Chance (Ecole de la 2e chance) zu besuchen.

Der Übergang von der Grundschule zur Sekundarschule

Am Ende der sechsten Klasse der Grundschule, wenn der Übergang von der Grundschule zur Sekundarschule ansteht, werden die Schüler eingestuft, und zwar: entweder für den allgemeinen Sekundarunterricht oder für den technischen Sekundarunterricht.

Der allgemeine Sekundarunterricht

Der allgemeine Sekundarunterricht bietet eine umfassende Ausbildung. Ziel ist es, den Schülern allgemeine Kenntnisse auf den Gebieten der Geisteswissenschaften und Literatur, Mathematik und Naturwissenschaften zu vermitteln.

Der Unterricht bereitet die Schüler insbesondere auf ein Hochschulstudium vor und wird mit dem Abschlusszeugnis des allgemeinen Sekundarunterrichts (diplôme de fin d'études secondaires) abgeschlossen.

Technischer Sekundarunterricht

Der technische Sekundarunterricht bereitet die Schüler vor allem auf das Berufsleben vor. Er bietet aber auch die Möglichkeit, zu studieren.

Der technische Sekundarunterricht umfasst 3 unterschiedliche Ausbildungszweige:

  • den beruflich-technischen Ausbildungszweig, der mit dem Abschlusszeugnis des technischen Sekundarunterrichts (technisches Abitur, diplôme de fin d'études secondaires techniques) abgeschlossen wird,
  • die Technikerausbildung, die mit dem Techniker-Diplom (technische Fachhochschulreife, diplôme de technicien) abgeschlossen wird,
  • den berufsbildenden (dualen) Ausbildungszweig, der mit dem Berufsbefähigungszeugnis (certificat de capacité professionnelle, CCP) oder dem Diplom über die berufliche Reife (Gesellenbrief, diplôme d'aptitude professionnelle, DAP), das das ehemalige Zeugnis über fachliche und berufliche Befähigung (Certificat d’aptitude technique et professionnelle, CATP) ersetzt, abgeschlossen wird.

Der technische Sekundarunterricht bietet auch die Möglichkeit des Vorbereitungsunterrichts (régime préparatoire). Dieser richtet sich an Schüler, die die Anforderungen des Grundschulunterrichts nicht erfüllt haben.

Schule der 2. Chance (École de la 2e chance, E2C)

Die E2C ist integrierender Bestandteil des luxemburgischen Schulsystems. Der Unterricht, der an dieser Schule angeboten wird, beruht auf einem innovativen pädagogischen Konzept.

Die E2C mit Sitz in Luxemburg-Hollerich steht allen jungen Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren offen, die wegen mangelnder Leistungen oder falscher Orientierung die Schule abgebrochen oder keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Der Unterricht der E2C unterscheidet sich von den Bedingungen im regulären Sekundarunterricht vor allem durch eine sehr persönliche Betreuung durch das Schulpersonal.

  • Weitere Informationen zur Schule der 2. Chance sind auf der Internetseite www.e2c.lu zu finden.
  • Letzte Änderung dieser Seite am 28-04-2015