Umwelttechnologien

Der grüne Nachwuchs

Nachhaltige Entwicklung ist eine Schlüsselindustrie des Wachstums in Luxemburg. So engagiert sich das Großherzogtum seit einigen Jahren, um Lösungen zur Reduzierung von Umweltverschmutzung und Abfall zu finden. Als Beispiele seien der wachsende Betrieb von Windparks, die Einführung von Energieeffizienzzertifikaten im Baubereich oder auch die Bemühungen um mehr E-Mobilität im öffentlichen Nahverkehr genannt.

Die Zahl der Ökounternehmen in Luxemburg wird auf über 200 geschätzt. Sie arbeiten vorrangig in den Bereichen erneuerbare Energien, Abfallwirtschaft, Wasser und Ökobauwesen. Um diese Unternehmen in ihren Bemühungen zu unterstützen, interveniert die luxemburgische Regierung durch finanzielle Hilfen, aber trägt auch dazu bei, Expertennetzwerke zu gründen.

Die Forschung fördern

Zudem sind etwa hundert Ökounternehmen im Expertennetzwerk EcoInnovation Cluster, geleitet von Luxinnovation, der nationalen Agentur für Innovationsförderung und Forschung, aktiv. Das Cluster identifiziert Potenziale, bringt die verschiedenen Akteure zusammen und hilft bei der Umsetzung von Gemeinschaftsprojekten.

Daneben forschen mehrere Organismen in diesem Bereich: die Universität Luxemburg, das Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST), der Pol für Innovation im nachhaltigen Bauen, Neobuild, oder auch das  Ressourcenzentrum der Umwelttechnologien (Centre de ressources des technologies pour l’environnement, CRTE).

Investoren anziehen

Die Labelling-Agentur Luxflag gründete "Climate Change", ein Umweltlabel, das Fonds erhalten, deren Portfolio zu mindestens 75 % in Unternehmen, die zu Umweltthemen arbeiten, investieren. Der Luxembourg Stock Exchange wiederum weihte mit dem "Luxembourg Green Exchange" die erste grüne Börse der Welt ein, an der nur zu 100 % umweltfreundliche Projekte akzeptiert werden.

Grüne Innovation bis in die Antarktis

Zahlreiche in Luxemburg niedergelassene Unternehmen exportieren ihre Innovationen in die ganze Welt:

  • die Stromgesellschaft der Our (Société électrique de l’Our, SEO) erhöht ihre Investitionen in die Stromerzeugung durch Wasser- und Windkraft für den heimischen und ausländischen Markt;
  • das Start-up Ujet veröffentlichte kürzlich seine E-Roller, die ab 2018 in Paris, Mailand, Monaco und Barcelona verkauft werden;
  • ECO-Conseil arbeitete in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Abfallwirtschaftskonzept aus;
  • die Firma Apateq liefert Abwasserreinigungssysteme aus Grevenmacher nach Kanada;
  • die Firma L.E.E. exportiert ihre Methoden zur Biogasförderung aus Haushalts- und Agrarindustrieabfällen nach Europa, Afrika und Kanada.
  • China ist offen für die Rotarex- Umrüstungssätze für komprimiertes Erdgas, die den Schadstoffausstoß alter Fahrzeuge verringern;
  • Der Beitrag von Prefalux, Experte im Holzbau, ermöglicht den Wissenschaftlern des belgischen Forschungszentrums in der Antarktis, "Princess Elizabeth", sicher und vor Wind und Kälte geschützt zu arbeiten.

 (Dieser Artikel wurde von der Redaktion von luxembourg.lu verfasst / Quelle: www.ecoinnvationcluster.lu)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 23-11-2017