Literatur

Eine der Hauptcharakteristiken der luxemburgischen Literatur, die sich zwischen der romanischen und germanischen Kultur bewegt, ist mit dem sprachlichen Umfeld verknüpft, das durch die geografische Situation und die Geschichte Luxemburgs entstanden ist.

Auf diese Weise hat sich im Laufe der Jahrhunderte ein einzigartiges sprachliches Umfeld entwickelt, das sich durch den Zusammenschluss und der Koexistenz von drei Sprachen auszeichnet: dem Luxemburgischen, Deutschen und Französischen. Die Mehrsprachigkeit bildet die Grundlage der luxemburgischen Literatur und beeinflusst den Werdegang der luxemburgischen Schriftsteller.

Von einem sprachwissenschaftlichen Standpunkt her betrachtet gibt es keine luxemburgische Literatur an sich, sondern mehrere luxemburgische Literaturen, die sich in drei, sogar vier – wenn man die englischsprachigen Autoren hinzuzählt –Sprachen ausdrücken. Diese polyphone Produktion wird unter dem kollektiven Namen Luxemburgensia erfasst. Diese umfasst die literarischen Werke und gedruckten Dokumente, die entweder auf Luxemburgisch geschrieben, in Luxemburg produziert worden sind oder die Luxemburg als Thema haben, egal in welcher Sprache.

Die Literatur in deutscher Sprache ist in Luxemburg am zugänglichsten und am weit verbreitesten, auch wenn sich die Talente die in luxemburgischer Sprache schreiben seit einigen Jahren immer mehr entfalten. Die luxemburgische Literatur auf Französisch ist weniger weit verbreitet, im Ausland jedoch sehr beachtet.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 27-04-2015