Unsere Liebe Frau von Fatima

Die Pilgerfahrt der portugiesischen Gemeinschaft

Jedes Jahr an Christi Himmelfahrt pilgern fast 20.000 Gläubige, davon ein Großteil Portugiesen, zum Denkmal Unserer Lieben Frau von Fatima (Notre-Dame de Fatima), das auf den Höhen der Stadt Wiltz, im Norden des Landes gelegen ist.

Tausende gläubige Portugiesen pilgern an Christi Himmelfahrt zur Fatima-Statue nahe Wiltz.
© Fotoclub Wooltz
Dabei gedenken sie Unserer Lieben Frau von Fatima, die Heilige Maria, die 1917 drei Kindern in dem portugiesischen Dörfchen Fatima erschienen ist.

Das Denkmal wurde 1951 von einer Gruppe Wiltzer Gemeindemitglieder aufgestellt, die sich während der Ardennenoffensive 1944-45 in einem Keller versteckt hatten und sich dabei geschworen hatten, ein solches Denkmal aufzurichten, falls sie den Angriff überleben sollten.

Das Denkmal wurde zu Ehren Fatimas errichtet. Am 13. Juli 1952 wurde es feierlich eröffnet. Seither befindet sich dort auch eine Fatima-Statue, die von Gläubigen durch ganz Europa getragen worden war.

Die erste Pilgerfahrt fand allerdings erst 16 Jahre später statt, 1968. Damals kamen etwa hundert Menschen, fast ausschließlich Portugiesen, die anfangs der 1960er Jahre nach Luxembourg ausgewandert waren.

Heute noch gehört der Großteil der Pilgernden der portugiesischen Gemeinschaft an, auch wenn das Ereignis immer interkultureller wird.

Neben dem religiösen Teil, ist das Pilgern zum Fatima-Denkmal auch ein Volksfest geworden und so die Gelegenheit für viele, Freunde und Familienmitglieder wiederzusehen.

Fatima ist eines der größten religiösen Ereignisse in Luxemburg.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 26-05-2017