Nationalfeiertag (23. Juni)

Fackelzug, Feuerwerk, Te Deum, feierliche Wachablösung...

Angesichts der Geschichte sind die Unabhängigkeit und die Monarchie des Landes noch jung. Im 19. Jahrhundert war der Nationalfeiertag der Kinneksgebuertsdag (das heißt der Geburtstag des Königs der Niederlande).

Militärparade zum Nationalfeiertag am 23. Juni
Claude Piscitelli
Erst mit dem Groussherzoginsgebuertsdag gab es einen nationalen Feiertag im patriotischen Sinne des Wortes (der Geburtstag von Großherzogin Charlotte, die von 1919 bis 1964 regierte). Da dies der 23. Januar war, wurde der Tag 1962 auf ein sommerlicheres Datum verlegt, nämlich den 23. Juni.

Seit der Thronbesteigung von Großherzog Jean im Jahre 1964, wird dieser Tag einfach als Nationalfeiertag feierlich begangen.

In der Hauptstadt Luxemburg beginnen die Feierlichkeiten bereits am Vortag, dem 22. Juni, mit der feierlichen Wachablösung vor dem großherzoglichen Palast gegen 16.00 Uhr.

Während das großherzogliche Paar in den frühen Abendstunden jedes Jahr eine andere Stadt im Land besucht, begibt sich ein Mitglied der großherzoglichen Familie alljährlich nach Esch an der Alzette, die zweitgrößte Stadt des Landes.

Nach dem Fackelzug und dem Feuerwerk, das im Fort Thüngen im Parc des Trois Glands entzündet wird, beginnt die Feier auf den öffentlichen Plätzen der Hauptstadt mit Konzerten und DJs. An diesem Abend bestimmen Freude, Ausgelassenheit und Musik das Leben in der Hauptstadt: auf nahezu allen Plätzen finden Konzerte statt, es spielen Orchester und Straßenmusiker.

Am 23. Juni, im Laufe des Vormittags, findet die offizielle Zeremonie in der Philharmonie Luxemburg statt, gefolgt von 21 Kanonenschüssen vom Fetschenhof aus. Bei dem traditionellen Appel anschließend in der Avenue de la Liberté, schreiten S. K. H. der Großherzog und S. K. H. der Erbgroßherzog die Truppen ab, bevor sie einer Militärparade und einer zivilen Parade beiwohnen. Am Nachmittag wird auch ein Te Deum in der Kathedrale Unserer Lieben Frau von Luxemburg abgehalten.

Die 105 Gemeinden des Landes feiern ebenfalls an diesem Tag. Das Te Deum wird in den Kirchen gesungen, der Bürgermeister hält eine patriotische Rede vor den Bürgern und Vereinsmitgliedern, der Verdienstorden wird an die Musiker und Feuerwehrleute überreicht. Anschließend wird für die Vertreter der Politik und der Vereine ein Festbankett in einem Restaurant der Gemeinde serviert.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 16-12-2016