Luxemburgische Küche

Eine einfache und internationale Küche

Die luxemburgische Küche ist einfach, da die Kochkunst eines Landes eng mit den geographischen Bedingungen seines Lebensraums, dem Verlauf seiner Geschichte, seiner gesellschaftlichen Struktur sowie mit der Mentalität und der Wesensart seiner Einwohner zusammenhängt.

So finden zahlreiche Rezepte ihren Ursprung in der ländlichen Lebensweise, die Luxemburg über Jahrhunderte geprägt hat.

Die luxemburgische Küche ist auch international, da die zahlreichen ausländischen Einflüsse ihre Spuren in den Kochtöpfen der Luxemburger hinterlassen haben: zuerst die jahrhundertelange Fremdherrschaften (15. bis 19. Jahrhundert) und anschließend die europäischen Einwanderungswellen (ab dem 19. Jahrhundert).

Heute hat Luxemburgs Küche mehr zu bieten als die einfache Bauernküche früherer Zeiten.

Seit einiger Zeit ist eine Wiederentdeckung der traditionellen Küche feststellen, deren Gerichte über lange Jahre als zu deftig galten. Immer öfter greifen auch die Köche der besten Restaurants wieder auf Großmutters Rezepte zurück, die mit geringfügigen Veränderungen und vor allem einer leichteren Zubereitungsweise an die heutigen Trends angepasst werden.

Auf aktuellen Menükarten findet man so zunehmend wieder traditionelle luxemburgische Gerichte wie "Judd mat Gaardebounen" (Schweinenacken mit Saubohnen), "Träipen" (gebratene Blutwurst) mit Apfelkompott, sowie Flusskrebse nach Luxemburger Art.

In den hiesigen Restaurants können Schlemmer und Feinschmecker zahlreiche internationale Gerichte und schmackhafte lokale Rezepte entdecken. Kenner trinken dazu einen luxemburgischen Moselweißwein oder eines der herzhaften heimischen Biere.

Luxemburg zu Tisch

  • Bouneschlupp: Suppe aus grünen Bohnen, die mit Möhren, Zwiebeln, Porree, Sellerie, Kartoffeln, Milch oder Sahne sowie Räucherspeck verfeinert werden kann;
  • Judd mat Gaardebounen: Geräucherter Schweinenacken mit Saubohnen;
  • Kuddelfleck: Innereien, paniert oder mit einer würzigen Tomatensoße serviert;
  • Stäerzelen: Speise aus Buchweizenmehl, die außerdem Räucherspeck und gelegentlich Sahne enthält;
  • Fritür: Kleine, gebratene Moselfische, die ohne Besteck verzehrt werden;

Beliebte Gerichte aus dem Moseltal sind auch Hecht in Rieslingsoße, Bratfisch und traditioneller Schinken.

Die bekannteste Speise der luxemburgischen Ardennen ist der Ardennerschinken, der fast immer mit Brot unter dem Namen "Hameschmier" serviert wird.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 27-04-2015