Lëtzebuergesch – die Landessprache

Lëtzebuergesch, ein moselfränkischer Dialekt, ist die Muttersprache der meisten Luxemburger. Seit 1984 verleiht das Gesetz über die Sprachenordnung dem "Lëtzebuergesch" den Status der Landessprache. Luxemburgisch ist aber auch Verwaltungssprache, genauso wie Französisch und Deutsch.

Das Gesetz über die Sprachenordnung aus dem Jahre 1984 erkennt die drei Sprachen Luxemburgs (Luxemburgisch, Französisch und Deutsch) als Verwaltungs- und Justizsprachen an.

Diese Parität ist in einer Bestimmung dieses Gesetzes leicht differenziert dargestellt: der Artikel 3 des Textes besagt, dass die Bürger alle drei Sprachen "so weit wie möglich" anwenden sollen. Der Artikel 2 des Gesetzes hält fest, dass nur das Französiche als Gesetzessprache gilt, da die Luxemburger Gesetzgebung auf dem französischen Code Napoléon beruht.

Die historische Bedeutung der deutschen und der französischen Sprache wurden also mit diesem Gesetz erhalten. Durch diesen Erhalt beider "Fremdsprachen" bleibt Luxemburg symbolisch ein Ort der Begegnung.

Die Dreisprachigkeit erlaubt auch den Nicht-Luxemburgern eine leichtere Integration: sie können sich im Alltag auch mit Deutsch und Französisch verständigen. Darüber hinaus steht die Dreisprachigkeit auch für die Öffnung Luxemburgs nach aussen.

Und auch wenn sich die französische Sprache inzwischen zur lingua franca entwickelt hat, bleibt Lëtzebuergesch Integrationssprache.

Die großherzogliche Verordnung vom 30. Juli 1999 sieht eine Reform der offiziellen luxemburgischen Rechtschreibung vor.

Lëtzebuergesch wird allerdings nicht nur in Luxemburg gesprochen, sondern auch im Osten der belgischen Province de Luxembourg, im Nordwesten des französischen Departements Moselle sowie entlang der deutsch-luxemburgischen Grenze.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 07-05-2015