Institutionen und Medienorganisationen

Die Luxemburger Medien bewegen sich in einem gesetzlichen Rahmen, der die Pressefreiheit garantiert.

Das Gesetz vom 8. Juli 2004 zur Meinungsfreiheit in den Medien sieht unter anderem den Quellenschutz und den Schutz der Privatsphäre vor, regelt das Verhältnis zwischen Journalisten und Verlegern und organisiert das Recht auf Gegendarstellung.

Presse

Der Presserat wurde 1979 gegründet, um den Titel Berufsjournalist anzuerkennen und zu schützen.

Der Presserat ist ein paritätisches, aus Journalisten und Verlegern bestehendes, Organ, das verschiedene Aufgaben hat:

  • die Ausstellung und den Einzug von Presseausweisen;
  • die Autoregulierung der Medienbranche durch die Ausarbeitung eines Berufsethos;
  • die Untersuchung von Fragen in Bezug auf die Meinungsfreiheit in den Medien auf Wunsch der Regierung;
  • die Weiterbildung von Journalisten...

Eine Beschwerdekommission hat die Aufgabe, Beschwerden von Privatpersonen über in der Presse oder in den audiovisuellen Medien verbreitete Informationen entgegenzunehmen und zu bearbeiten.

In Luxemburg gibt es fünf Journalisten- und Verlagsverbände:

  • der Luxemburger Journalistenverband (Association luxembourgeoise des journalistes, ALJ - seit 1925);
  • die Union der Journalisten Luxemburg (Union des journalistes Luxembourg, ULJ - seit 1977);
  • die Gewerkschaft der Journalisten - Luxemburg (Syndicat des journalistes – Luxembourg, SJ-L - seit 2004);
  • die Luxemburger Vereinigung der Zeitungsverleger (Association luxembourgeoise des éditeurs de journaux, ALEJ);
  • Die Luxemburger Vereinigung der französischsprachigen presse (Association luxembourgeoise de la presse de langue française, ALPLF).

Die Nationalbibliothek gewährleistet, dank eines Systems von Pflichtexemplaren, eine systematische Archivierung der in Luxemburg veröffentlichten Presseorgane.

Audiovisueller Bereich

Der Medien- und Kommunikationsdient (Service des médias et des communications), der dem Staatsministerium (ministère d'État) untersteht, fasst Fragen zur Medienpolitik, aber auch zur Telekommunikationspolitik zusammen. Dieser Dienst verwaltet ebenfalls das Internetportal Medien und Kommunikation (portail médias et communications).

Mit der Öffnung der audiovisuellen Branche ab 1991 wurden folgende Organe ins Leben gerufen, um die Aufsicht dieser Branche sicherzustellen:

Dank einer Konvention zwischen dem Kulturministerium und RTL gewährleistet das Nationale audiovisuelle Zentrum (Centre national de l'audiovisuel, CNA) die Archivierung von Filmen, Videos und Tonaufnahmen des luxemburgischen Fernsehsenders RTL Télé Lëtzebuerg.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 27-04-2015