Frauen

Die Anzahl von Frauen und Männern ist in der Gesamtbevölkerung Luxemburgs ungefähr gleich hoch.

Die Lebenserwartung der Frauen ist höher als die der Männer. Im Jahr 2013 betrug die Lebenswartung der Frauen 84,8 Jahre, während die der Männer 80,2 Jahre betrug.

In Luxemburg heiraten die Frauen früher als die Männer. Allerdings steigt das Durchschnittsalter bei der ersten Eheschließung bei beiden Geschlechtern stetig an. Der Großteil der Frauen heiratet heute im Alter zwischen 25 und 29, während viele Männer zwischen 30 und 34 heiraten.

Im Jahr 2010 betrug die durchschnittliche Zahl von Geburten pro Frau 1,63 Kinder. Bei der Geburt ihres ersten Kindes war sie durchschnittlich 31,2 Jahre alt. Heute hat die Tatsache, ein oder zwei unterhaltsberechtigte Kinder zu haben, nur geringe Auswirkungen auf die Erwerbstätigkeit von Frauen.

Erwerbstätigkeit der Frauen

Die Frauenerwerbsquote ist in Luxemburg seit 1993 stark angestiegen. Bei den Frauen im Alter von 25 bis 49 stieg sie von 42,9 % im Jahre 1983 auf 76,5 % im Jahre 2012. Der Abstand zwischen der Erwerbsquote von Frauen und Männern mit einer Erwerbsquote von 91,6 % in der Altersklasse von 25 bis 49 Jahren ist einer der höchsten in Europa.

Der Anteil der als Selbstständige tätigen Frauen wuchs 2008 auf 40 %.

Darüber hinaus ist Teilzeitarbeit fast ausschließlich Frauensache. 2010 nahmen 33,7 % der Frauen mit Kindern die Möglichkeit der Teilzeitarbeit in Anspruch, was im gleichen Jahr nur bei 13,3 % der kinderlosen Frauen der Fall war. Dank der Entwicklung der Teilzeitarbeit, bringen Frauen in Luxemburg das Berufs- und Familienleben immer häufiger unter einen Hut.

Das Modell des "Single male breadwinner", das im Großherzogtum in den Achtziger- und Neunzigerjahren weit verbreitet war, ist rückläufig.

Auf dem Weg zu einem Gleichgewicht zwischen Frauen und Männern bei der Entscheidungsfindung

Die Luxemburgerinnen bleiben bei gleicher Qualifikation und trotz wachsender Präsenz auf dem Arbeitsmarkt bei den Entscheidungsträgern weitgehend unterrepräsentiert, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor.

Daher sind durchschnittlich nicht mehr als 20 % der Verwaltungsratsposten mit Frauen besetzt. Im öffentlichen Dienst hat nur ein Viertel der Frauen eine Führungsposition inne, obwohl sie 2014 praktisch die Hälfte aller Staatsbeamten des höheren/gehobenen Dienstes stellen.

Ebenso verhält es sich bei öffentlich-rechtlichen Einrichtungen oder Unternehmen mit staatlicher Beteiligung. Eine Minderheit von Frauen sitzt in den Verwaltungsräten der öffentlich-rechtlichen Einrichtungen und der Wandel geht nur langsam vonstatten.

Um etwas an dieser Situation zu ändern, hat die luxemburgische Regierung im September 2014 ihre Strategie zur Herstellung des Gleichgewichts zwischen Frauen und Männern bei der Entscheidungsfindung vorgestellt.

Internationaler Frauentag

Seit 1911 ist der 8. März der internationale Frauentag. Anlässlich des 100. internationalen Frauentags am 8. März 2011 hat das Fraueninformations- und -dokumentationszentrum Cid-Femmes (Centre d'information et de documentation sur les femmes) die Internetseite www.fraendag.lu ins Leben gerufen, die diesem internationalen Jahrestag in Luxemburg gewidmet ist.

Die Internetseite bietet einen historischen Abriss dieses Aktionstages in Luxemburg, zeigt die im Laufe der letzten 100 Jahre erzielten Fortschritte und stellt Persönlichkeiten vor, die sich in der Luxemburger Frauenbewegung engagiert haben.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 26-11-2015