Männer

Die Anzahl von Frauen und Männern ist in der Gesamtbevölkerung Luxemburgs ungefähr gleich hoch.

Die Lebenserwartung der Männer ist niedriger als die der Frauen. Im Jahr 2013 betrug die Lebenswartung der Frauen 84,8 Jahre, während die der Männer 80,2 Jahre betrug.

In Luxemburg heiraten Männer später als Frauen. Allerdings steigt das Durchschnittsalter bei der ersten Eheschließung bei beiden Geschlechtern stetig an. Der Großteil der Männer heiratet heute im Alter zwischen 30 und 34, während die viele Frauen zwischen 25 und 29 heiraten.

Erwerbstätigkeit der Männer

In den meisten Altersklassen sind mehr Luxemburger als Luxemburgerinnen erwerbstätig. Im Jahre 2011 lag der Prozentsatz der erwerbstätigen Männer bei 48,3%.

Einer Studie des Statec über die Lebensbedingungen von Männern zufolge steigt die Erwerbsquote bei Männern mit der Anzahl der im Haushalt lebenden Kinder.

Teilzeitarbeit ist erwartungsgemäß bei Frauen weiter verbreitet als bei Männern, bei denen die Quote 2011 bei 4% lag.

Die Rolle des Mannes in der Familie

Trotz der enormen Anstrengungen im Bereich der Chancengleichheit bleibt die vorherrschende Rolle des Mannes in der luxemburgischen Gesellschaft weiterhin die des "Ernährers der Familie", wodurch sein Leben auf Kosten des Familienlebens im Wesentlichen auf die Berufstätigkeit reduziert wird.

Seitdem der Elternurlaub im Jahre 1999 eingeführt wurde, haben Männer zunehmend von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Immer mehr Männer wollen heute mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen. Diesem Wunsch steht jedoch die Realität in den Unternehmen entgegen, wo die Geschäftsführung zum Großteil immer noch dem traditionellen Modell anhängt, das nur wenig Gestaltungsraum bei Fragen der Vereinbarung von Berufs- und Familienleben lässt.

Durch das Programm der "positiven Maßnahmen" versucht das luxemburgische Ministerium für Chancengleichheit (Ministère de l’Egalité des chances) aktiv mit den Unternehmen, Behörden und Gemeinden zusammenzuarbeiten, um sie für Fragen der Chancengleichheit von Frauen und Männern zu sensibilisieren. Ziel ist es die Unternehmenskultur mit Hinblick auf eine bessere Work-Life-Balance, sowohl für Männer als für Frauen, zu verändern.

Allerdings ist heute eine verstärkte Sensibilisierung nötig um festgefahrene Mentalitäten in den Unternehmen und in der Gesellschaft zu ändern und mit der Vorstellung des traditionnellen Männerbildes zu brechen.

Aus diesem Grund beabsichtigt die luxemburgische Regierung Sensibilisierungsprojekte, die Väter ermutigen sollen, vermehrt Elternurlaub zu beanspruchen, und die Unternehmen einbeziehen.

Auf dem Weg zu einem Gleichgewicht zwischen Frauen und Männern bei der Entscheidungsfindung

Die Luxemburgerinnen bleiben bei gleicher Qualifikation und trotz wachsender Präsenz auf dem Arbeitsmarkt bei den Entscheidungsträgern weitgehend unterrepräsentiert, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor.

Daher sind durchschnittlich nicht mehr als 20% der Verwaltungsratsposten mit Frauen besetzt. Im öffentlichen Dienst hat nur ein Viertel der Frauen eine Führungsposition inne, obwohl sie 2014 praktisch die Hälfte aller Staatsbeamten des höheren/gehobenen Dienstes stellen.

Ebenso verhält es sich bei öffentlich-rechtlichen Einrichtungen oder Unternehmen mit staatlicher Beteiligung. Eine Minderheit von Frauen sitzt in den Verwaltungsräten der öffentlich-rechtlichen Einrichtungen und der Wandel geht nur langsam vonstatten.

Um etwas an dieser Situation zu ändern, hat die luxemburgische Regierung im September 2014 ihre Strategie zur Herstellung des Gleichgewichts zwischen Frauen und Männern bei der Entscheidungsfindung vorgestellt.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 26-11-2015