Religion

Der Artikel 19 der luxemburgischen Verfassung garantiert die Religionsfreiheit, sowie die Freiheit eines jeden Bürgers, seine Religion öffentlich auszuleben und die Freiheit, seine religiösen Ansichten zum Ausdruck zu bringen.

In Luxemburg wird von der Annahme ausgegangen, dass die religiösen Gemeinschaften eine öffentliche Rolle spielen. In diesem Zusammenhang, und laut Artikel 22 der Verfassung, ist festzuhalten, dass der Staat und die Kirchen über Konventionen miteinander verbunden sind.

Eine im Januar 2015 unterschriebene Vereinbarung zwischen der Regierung und den in Luxemburg etablierten Glaubensgemeinschaften sieht eine Reform der Beziehungen zwischen dem Staat und ebendiesen Gemeinschaften vor. Die Beziehungen zwischen dem Staat und den Religionen werden den gesellschaftlichen Realitäten angepasst, ein gemeinsamer Wertunterricht wird in der öffentlichen Schule eingeführt und die Beziehungen zwischen Gemeinden und Religionen werden in Hinblick auf die Kirchenfabriken reformiert.

Mehrere Umfragen zu den Werten in Luxemburg haben ergeben, dass das Thema "Religion" in der öffentlichen Wahrnehmung einen regelrechten Zusammenbruch erlebt hat, trotz klarer Wertevorstellungen.

Zu den großen religiösen Ereignissen Luxemburgs zählen unter anderem die Oktave, die Springprozession und die Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von Fatima in Wiltz.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 27-04-2015