Politisches System

Das Großherzogtum Luxemburg ist eine repräsentative Demokratie in Form einer konstitutionellen Monarchie, deren Krone innerhalb der Familie Nassau erblich ist.

Das Großherzogtum Luxemburg ist seit dem Londoner Vertrag vom 19. April 1839 ein souveräner und unabhängiger Staat. Diese parlamentarische Demokratie weist jedoch eine Besonderheit auf: sie ist zurzeit das einzige Großherzogtum weltweit.

Die Organisation des luxemburgischen Staates beruht auf dem Prinzip, dass die Funktionen der verschiedenen Gewalten auf mehrere Einrichtungen verteilt sein sollen. Genau wie in vielen anderen parlamentarischen Demokratien ist die Gewaltenteilung in Luxemburg flexibel gestaltet. Es gibt zahlreiche Beziehungen zwischen der Exekutive und der Legislative. Die Judikative jedoch bleibt vollkommen unabhängig.

Die gesetzgebende Gewalt wird gemeinsam von der Abgeordnetenkammer, der Regierung und dem Staatsrat ausgeübt.

Der Großherzog bildet mit der Regierung und ihren verantwortlichen Mitgliedern die in der Verfassung verankerte Exekutive.

Die Judikative obliegt verfassungsgemäß den Gerichten. Die Gerichte sind in der Ausübung ihrer Funktionen unabhängig.

Die Staatsform der konstitutionellen Monarchie passt optimal zu einem Land, in dem sozialer Konsens und Dialoggroßgeschrieben werden.

Die Stabilität Luxemburgs zeigt sich übrigens darin, dass sich die Regierungswechsel reibungslos vollziehen: generell waren zwei der drei größten politischen Parteien (Christlich Soziale Volkspartei, Luxemburger Sozialistische Arbeiterpartei und Demokratische Partei) in der Vergangenheit an den Regierungskoalitionen beteiligt, die jeweils nach den alle fünf Jahre stattfindenden Parlamentswahlen gebildet werden.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 27-04-2015