Wahlsystem

Luxemburg ist eine repräsentative Demokratie in Form einer konstitutionellen Monarchie. Dies beinhaltet verschiedene Elemente semi-direkter Demokratie.

Wie in verschiedenen anderen Ländern der Europäischen Union auch, gibt es in Luxemburg die Wahlpflicht. Das Verweigern der Wahlpflicht kann mit einer Geldbuße bestraft werden.

Parlamentswahlen

Die 60 Mitglieder der Abgeordnetenkammer werden in uneingeschränkter allgemeiner Wahl nach dem Verhältniswahlrecht gewählt. Die Parlamentswahlen finden alle fünf Jahre statt. Die letzten Parlamentswahlen fanden am 20. Oktober 2013 statt.

Europawahlen

Alle fünf Jahre wählen die Luxemburger in direkter Wahl sechs luxemburgische Vertreter in das Europäische Parlament. Die letzten Europawahlen fanden am 25. Juni 2014 statt.

Kommunalwahlen

Auf kommunaler Ebene werden die Gemeinderäte alle sechs Jahre direkt von den Einwohnern der Gemeinden gewählt. Jede luxemburgische Gemeinde hat einen Gemeinderat, sowie ein Bürgermeister- und Schöffenkollegium. Die letzten Kommunalwahlen fanden am 9. Oktober 2011 statt.

Nationale Referenden

Das Gesetz vom 4. Februar 2005 über nationale Referenden bildet das Rahmengesetz, das die Modalitäten bestimmt, die bei der Organisation eines in der Verfassung vorgesehenen Referendums, vorzusehen sind.

Das letzte nationale Referendum fand am 10. Juli 2005 statt und handelte über den europäischen Verfassungsentwurf. Die Luxemburger haben sich mit 56,52% der Stimmen für den vorgeschlagenen Text ausgesprochen.

Angehörige eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union

Angehörige eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, die in Luxemburg ihren Wohnsitz haben, können nicht nur bei den Europawahlen in Luxemburg wählen, sondern auch bei den Kommunalwahlen. Die Kommunalwahlen sind im Übrigen auch unter bestimmten Bedingungen offen für ausländische Staatsangehörige aus Drittstaaten.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 27-04-2015