Staatsgebiet

Das Großherzogtum Luxemburg liegt im Herzen von Westeuropa zwischen Belgien, Frankreich und Deutschland und ist seit dem Londoner Vertrag vom 19. April 1839 ein unabhängiger Staat. Der Londoner Vertrag wurde auf der einen Seite von den damaligen Großmächten Europas unterzeichnet - England, Österreich, Frankreich, Preußen und Russland - auf der anderen Seite von Belgien und den Niederlanden.

Die Fläche des Großherzogtums beträgt seit 1839 2.586 km2. Die Landesgrenzen betragen rund 350 km.

Geschichtlicher Überblick

Während der vergangenen Jahrhunderte wurde das Territorium dreimal zerstückelt.

  • Im Osten wurden die heutigen Grenzen Luxemburgs durch den Grenzregulierungsvertrag festgelegt, der am 26. Juni 1816 in Aachen zwischen den Niederlanden und Preußen abgeschlossen wurde.
  • Im Süden wurde die Grenzregulierung zwischen dem Großherzogtum und Frankreich durch einen Vertrag bestimmt, auf den sich Frankreich und die Niederlanden am 28. März 1820 in Courtrai geeinigt hatten.
  • Westlich wurden die Grenzen zwischen Belgien und dem Großherzogtum Luxemburg im Londoner Vertrag vom 19. April 1839 festgelegt.

Einteilung des Staatsgebiets

Von einem verwaltungstechnischen Standpunkt aus gesehen ist das Staatsgebiet eingeteilt in:

  • 12 Kantone (Capellen, Clervaux, Diekirch, Echternach, Esch/Alzette, Grevenmacher, Luxemburg, Mersch, Redange, Remich, Vianden, Wiltz); die Kantone haben keine eigene Verwaltungsstruktur. Sie dienen lediglich als territoriale Einheiten, auf deren Basis die Wahl- und Verwaltungsbezirke organisiert sind.
  • 105 Gemeinden;
  • 4 Wahlbezirke (Süden, Zentrum, Osten und Norden);
  • 2 Gerichtsbezirke (Luxemburg und Diekirch) mit 3 Friedensgerichten (Luxemburg, Esch/Alzette und Diekirch).

Per Gesetz wurde den Gemeinden Diekirch, Differdange, Dudelange, Echternach, Esch/Alzette, Ettelbruck, Grevenmacher, Luxemburg, Remich, Rumelange, Vianden und Wiltz das Recht anerkannt sich als "Stadt" zu bezeichnen.

Die Stadt Luxemburg ist die Hauptstadt des Großherzogtums und Sitz der Regierung.

Die Raumplanungspolitik will den Einwohnern des Landes optimale Lebensbedingungen bieten, durch eine harmonische Erschließung und eine nachhaltige Entwicklung der Regionen, durch die Wertschätzung deren Ressourcen und durch den Erhalt eines strukturellen und ökonomischen Gleichgewichtes zwischen ihnen.

Das Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen ist unter anderem für die Raumplanung zuständig.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 06-05-2015