Feste und Traditionen

Der Tag der Heiligen Drei Könige ist ein christliches Fest und wird in Luxemburg am 6. Januar gefeiert. Es erinnert an die Ankunft der Heiligen Drei Könige an der Seite des Kindes Jesus.

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Der Tag der Heiligen Drei Könige ist ein christliches Fest und wird in Luxemburg am 6. Januar gefeiert. Es erinnert an die Ankunft der Heiligen Drei Könige an der Seite des Kindes Jesus. Am Tag der Heiligen Drei Könige kauft man einen Dräikinnekskuch: ein Dreikönigskuchen bestehend aus Blätterteig und einer Mandelcrèmefüllung. Im Kuchen befindet sich eine kleine Figur - der glückliche Finder wird zum König oder zur Königin des Tages gekrönt.

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Die Lichtmess (Fest von Mariä Lichtmess), auch Liichtmëssdag genannt, wird in Luxemburg am 2. Februar gefeiert. Es handelt sich um ein altes Fest, das dazu dienen soll, nach einem dunklen und kalten Winter das Licht wieder ins Heim zu bringen.

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Gruppen von Kindern gehen mit ihren Liichtebengelcher (wörtlich: aufleuchtende Stäbe) von Tür zu Tür, farbige Papier-Lampions.

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Auf ihrer Strecke singen sie das Lied Léiwer Härgottsblieschen. Dem Texte nach bitten sie um Speck und grünen Erbsen; heutzutage werden sie jedoch meistens mit Süßigkeiten und Geld beschenkt.

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In Luxemburg beginnen die Karnevalsfeierlichkeiten zwischen Liichtmëssdag am 2. Februar (Tag von Mariä Lichtmess) und enden am Äschermëttwoch (Aschermittwoch, Anfang März). Maskenbälle und Karnevalsumzüge finden vor allem am Fuessondeg (Ostersonntag) und Fuessméindeg (Ostermontag) statt. In der Faschingzeit werden überall in den Dörfern Maskenbälle für Kinder organisiert.

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In Luxemburg beginnen die Karnevalsfeierlichkeiten zwischen Liichtmëssdag am 2. Februar (Tag von Mariä Lichtmess) und enden am Äschermëttwoch (Aschermittwoch, Anfang März). Maskenbälle und Karnevalsumzüge finden vor allem am Fuessondeg (Ostersonntag) und Fuessméindeg (Ostermontag) statt. In der Faschingzeit werden überall in den Dörfern Maskenbälle für Kinder organisiert.

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In Luxemburg beginnen die Karnevalsfeierlichkeiten zwischen Liichtmëssdag am 2. Februar (Tag von Mariä Lichtmess) und enden am Äschermëttwoch (Aschermittwoch, Anfang März). Maskenbälle und Karnevalsumzüge finden vor allem am Fuessondeg (Ostersonntag) und Fuessméindeg (Ostermontag) statt. In der Faschingzeit werden überall in den Dörfern Maskenbälle für Kinder organisiert.

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Die Karnevalszeit ist vor allem berüchtigt für das Feiern, es ist jedoch auch eine Zeit der kulinarischen Entdeckungen: hier sieht man einen Verwurrelt Gedanken (wörtlich: verwirrte Gedanken), einen aus frittiertem Teig geformten Knoten.

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Zu Remich endet die Karnevalszeit mit dem Anzünden des Stréimännchens (Strohmann) auf der Brücke die die Mosel überquert.

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Am ersten Sonntag nach Karneval sieht man fast überall große Scheiterhaufen die ein fabelhaftes Spektakel darbieten. Es handelt sich dabei um das Buergbrennen, eine luxemburgische Tradition, deren Ursprung weit zurückliegt.

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Das Buergbrennen findet am ersten Sonntag nach Karneval und um die Frühlings-Tagundnachtgleiche statt.

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Im Vorfeld des Buergbrennen sammeln Dorfvereine nicht nur Holz, sondern auch gebrauchte Weihnachtsbäume. Das ganze Dorf trifft sich anschließend auf ein Glas Glühwein, meistens spielt auch die lokale Dorfmusik auf.

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Der Bretzelsonndeg (Brezelsonntag) findet am 4. Sonntag der Fastenzeit (März/April) statt. Die Tradition hält fest, dass der Mann seiner Liebsten eine Brezel schenkt.

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Wenn die Angebetete die Brezel als Geschenk akzeptiert, bekommt der Mann ein Osterei als Erwiderung. Andernfalls gibt sie ihm einen leeren Korb zurück - daher stammt der luxemburgische Ausdruck De Kuerf kréien (einen Laufpass bekommen).

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In Luxemburg gehört das Malen von Eiern zu Ostern. Eier symbolisieren Fruchtbarkeit und werden vom Osterhasen, dem Ouschterhues, gebracht.

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Besonders Kinder freuen sich auf das Suchen von Eiern, Süßigkeiten und Geschenken, die der Osterhase vor ihnen versteckt hat.

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Der Ostermontag bietet sich dazu an, die traditionellen Märkte in der Stadt Luxemburg und in Nospelt zu besuchen. Diese werden auch noch Éimaischen genannt und sind bekannt für die Péckvillercher, kleine, aus Terrakotta gefertigte Vögel, mit denen man den Ruf des Kuckuck nachahmen kann.

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In der Zeit zwischen April und Oktober wählen die Dörfer an der Mosel ihre Weinkönigin: diese wird zur Vertreterin des regionalen Weins.

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Die Hänge der Mosel sind vor allem beliebt wegen des angenehmen Klimas, der Weine und Crémants.

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Wegen der Festlichkeiten versammeln sich Feiernde aus dem ganzen Land in der Region. Das Traubenfest von Grevenmacher zieht jeden Jahr eine Menge Menschen in seinen Bann, vor allem wegen des festlichen Umzugs bei dem Wein ausgeschenkt wird.

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Grevenmacher ist auch der Ort des Weinmarkts, Wäimoart, der sich jedes Jahr im April ereignet. Man kann den neuesten Jahrgang kosten und seine Meinung mit anderen Wein-Enthusiasten austauschen.

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Im April oder Mai findet die Oktav statt, die Pilgerfahrt bis zu der Notre-Dame Kathedrale in Luxemburg. Tausende von Pilgern versammeln sich in der Kathedrale um der Heiligen Maria zu huldigen.

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Die Tradition geht auf das Jahr 1666 zurück als die Jungfrau Maria zur Schutzpatronin des Landes auserwählt wurde um die im Land tobende Pest einzudämmen.

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Um den Pilgernden eine Erfrischung anzubieten, wurde im Laufe der Jahrhunderte ein Markt errichtet - der Mäertchen besteht vor allem aus Essensständen, man kann aber auch Souvenirs kaufen, die an die Pilgerfahrt erinnern.

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Die Oktav wird beendet durch die Schlussprozession, an der auch die großherzögliche Familie teilnimmt.

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Im Winter des Jahres 1944, während der Schlacht um die Ardennen, hatten sich die Anwohner von Wiltz in den Höhlen versteckt und versprachen, wenn sie es heil hinausschaffen würden, eine Zufluchtsstätte zu errichten.

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Das Heiligtum im Namen der Fatima wurde 1952 eingeweiht. Ab 1968 organiserte die portugiesische Gemeinschaft eine jährliche Pilgerfahrt, die eine große Anzahl von Pilgern anzieht. Heutzutage besuchen mehrere Tausende Pilger, die meisten davon portugiesischer Herkunft, das Heiligtum.

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Am 1. Mai formen lokale Vereine, Kronen aus grünen Laubblättern, die Meekranz genannt werden. Diese werden an Geböuden angebracht, z.B. der Gemeindeverwaltung oder Cafés die als Betriebssitz oder Sitzungsort dienen.

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Der 1. Mai ist jedoch auch der Tag der Arbeit, der Tag an dem Aktivisten gewerkschaftliche Zusammenkünfte organisieren.

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Das Geenzefest (Ginsterfest) findet jedes Jahr am Pfingstmontag in Wiltz statt. Das Fest würdigt den Ginster, ein Strauch mit gelben Blüten, die diese Region prägen.

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Die Festlichkeiten erstrecken sich über mehrere Tage und enden mit einer eindrucksvollen Ginsterparade.

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Das Geenzefest (Ginsterfest) findet jedes Jahr am Pfingstmontag in Wiltz statt. Das Fest würdigt den Ginster, ein Strauch mit gelben Blüten, die diese Region prägen. Die Festlichkeiten erstrecken sich über mehrere Tage und enden mit einer eindrucksvollen Ginsterparade.

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Die Echternacher Springprozession ereignet sich jährlich am Pfingstdienstag. Tausende Besucher und Teilnehmer versammeln sich dazu in der kleinen Stadt am Rande der Sauer.

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Die Springprozession hat ihren Ursprung im 8. Jahrhundert. Als der Missionar, der Heilige Willibrord, gerufen wurde um die Krankheit des Sankt Veits zu heilen - wurde Echternach zu einem Wallfahrtsort.

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Dutzende von Gruppen hüpfen durch die Strassen von Echternach und lassen sich von Musikgruppen begleiten. Zwei Schritte nach rechts, zwei Schritte nach links - so erreicht man vom Startpunkt aus die Sankt Willibrord Basilika.

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2010 wurde die luxemburgische Tradition in die Liste der Immateriellen Kulturgüter der Unesco aufgenommen.

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Am 23. Juni feiert Luxemburg seinen Nationalfeiertag,der auch noch Groussherzogsgebuertsdag, Geburtstag des Großherzogs , genannt wird. Auch wenn der Name anders vermuten lässt, ist es nicht der eigentliche Geburtstag des Großherzogs: das Datum wurde unter der Herrschaft der Großherzogin Charlotte ausgewählt.

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Die Festlichkeiten starten am 22. Juni und mit der Wachablösung vor dem großherzoglichen Palast.

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Am gleichen Tag besucht das großherzogliche Paar die Bevölkerung in einer ausgewählten Ortschaft.

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Das Thronfolgerpaar, seinerseits, begibt sich nach Esch-sur-Alzette und mischt sich unter das Volk.

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Der Fackelzug ist ein unvergesslicher Moment, der am Vorabend des Nationalfeiertages stattfindet: mehrere Dutzend Verbände und Folkloregruppen paradieren durch die Luxemburger Hauptstadt in Gegenwart der großherzoglichen Familie.

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Der Abend endet mit einem Feuerwerk – im ganzen Land sieht man wie Feuerwerkskörper den Himmel erleuchten lassen. Das Feuerwerk in der Hauptstadt ist am spektakulärsten und ist weithin sichtbar.

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Der Abend endet mit einem Feuerwerk – im ganzen Land sieht man wie Feuerwerkskörper den Himmel erleuchten lassen. Das Feuerwerk in der Hauptstadt ist am spektakulärsten und ist weithin sichtbar.

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On the 23 June, the civil ceremony takes place in the presence of the members of the Government, the Grand Duke and members of civil society.

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Am Vormittag findet die traditionelle Parade in der Avenue de la Liberté statt, die jedes Jahr mehrere Tausende Zuschauer anzieht. Es ist nicht nur die Armee die vor dem Großherzog vorbeizieht, sondern auch die Großherzogliche Polizei und die Rettungsdienste.

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Später am Tag findet das Te Deum in der Kathedrale Notre-Dame statt, in Anwesenheit der großherzoglichen Familie. Es handelt sich dabei um eine religiöse Zeremonie, die die öffentlichen Festlichkeiten des Nationalfeiertages beendet.

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Ende August findet die Schueberfouer, das größte Volksfest in Europa, statt und das auf dem Glacis, ein großer, öffentlicher Parkplatz zwischen der Stadt Luxemburg und dem Viertel Limpertsberg.

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Die Schueberfouer gibt es seit 1340 und zieht jedes Jahr 2 Millionen Neugierige auf den Glacis.

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Am ersten Tag der Schueberfouer (oder kurz: Fouer) läuft traditonsgemäss eine Schafherde durch die Gassen, begleitet von einer Blaskapelle die den Hämmelsmarsch spielt (Schafsmarsch).

© Laurent Schwaller (www.schueberfouer.lu)
Groß und Klein haben Spaß an den Fahrattraktionen, den Gewinnspielen und den Essensständen, begleitet von Jauchzen und Musik.

© Laurent Schwaller (www.schueberfouer.lu)
Während die älteren Besucher schnelle Spiele bevorzugen, findet man die jüngeren vor allem auf dem Karrusell oder beim Entenfischen.

© Laurent Schwaller (www.schueberfouer.lu)
Die kulinarischen Spezialitäten die man sich nicht entgehen lassen soll, sind unter anderem der Fouerfësch, ein in Bierhefe gebackener Wittling, und die so genannten Gromperekichelcher, Kartoffelpuffer.

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Nach Sonnenuntergang verändert sich die Fouer komplett, wenn auf einmal ein Lichtermeer dem Glacis eine Festtagsbeleuchtung verleiht.

© Laurent Schwaller (www.schueberfouer.lu)
Allerheiligen ist in der katholischen Tradition das Fest aller Heiligen. Zu dieser Gelegenheit versammeln sich Gläubige und Nicht-Gläubige auf den Friedhöfen, um ihren verstorbenen Angehörigen zu gedenken. Damit verbunden sind zumeist eine religiöse Zeremonie und eine Gräbersegnung.

© Roger Nilles / cathol.lu
Folkloristischer und auch etwas fröhlicher mutet da das "Traulicht" an, eine ausgehöhlte, verzierte und kerzenbeleuchtete Futterrübe, die gegen böse Geister schützen soll. Diese Tradition, die bis zu den 1970er Jahren vor allem im Norden des Landes verbreitet war, erlebt seit einiger Zeit ein Revival im Zuge des immer beliebteren Halloween (der englisch-irischen Version des "Traulichts").

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Der 6. Dezember ist der Tag des Heiligen Nikolaus: im Luxemburgischen wird er Kleeschen genannt.

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Der Kleeschen bringt braven Kindern eine Bescherung bestehend aus Geschenken und Süßigkeiten.

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Im Vorfeld des Nikolaustags (Tag des Heiligen Nikolaus), besucht er Örtlichkeiten und Schulen und verteilt Titercher, mit Süßigkeiten gefüllte Beutel.

© SIP / Zineb Ruppert
Er ist in Begleitung vom Knecht Ruprecht, dem Houseker, der vor allem Ruten an Kinder austeilt, die nicht brav waren.

© SIP / Zineb Ruppert
Die Eröffnung von Weihnachtsmärkten markiert den Beginn der Weihnachtszeit im Luxemburger Land.

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Vor allem der in der Luxemburger Hauptstadt ist einen Umweg wehrt: nicht nur wegen des Glühweins oder der Gromperekichelcher, sondern auch wegen den kleinen Geschenken, die man kaufen dort kann.

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Weihnachten in Luxemburg ist in erster Linie ein Familienfest: dazu gehört natürlich auch ein Chrëschtbeemchen (Weihnachtsbaum) der mit Weihnachtskugeln und Lichtern dekoriert ist.

© SIP / Jean-Christophe Verhaegen
Ein Adventskalenner ist in fast jedem luxemburgischen Haushalt auffindbar.

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4 Sonntage vor Weihnachten wird die erste Kerze des Adventskranz angezündet. Wenn am letzten Sonntag vor Weihnachten alle vier Kerzen angezündet sind, taucht er den Raum in ein warmes, festliches Licht.

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Viele Luxemburger gehen am Abend des 24. Dezember zur Mitternachtsmesse (Metten) oder zur Weihnachtsmesse am 25. Dezember.

© Christophe Hubert / cathol.lu
Der Abend des 24. und der gesamte Tag des 25. Dezembers sind der Familie gewidmet.

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Am Abend des 31. Dezembers wird das neue Jahr gefeiert und das entweder mit der Familie oder unter Freunden. Traditionsgemäß kommt man für ein Abendessen zusammen , das manchmal den ganzen Abend beeinsprucht.

© Paul Frantzen / Commission de Promotion Vins et Crémants Luxembourg
Wenn die Uhr Mitternacht schlägt, sieht und hört man überall im Land Feuerwerkskörper explodieren. Dabei stößt man gerne mit einem Glas Crémant auf das Neujahr an.

© SIP / Charles Caratini
  • Letzte Änderung dieser Seite am 08-09-2017