Luxemburger Arbeitsmarkt

Der Luxemburger Arbeitsmarkt zeichnet sich durch ein internationales und mutikulturelles Arbeitsumfeld aus. Die Zahl ausländischer und mehrsprachiger Arbeitskräfte ist in Luxemburg außergewöhnlich hoch. Hinzu kommt ein sehr starker Dienstleistungssektor und eine Arbeitslosenquote, die unter dem europäischen Durchschnitt liegt.

Der Luxemburger Arbeitsmarkt in ein paar Worten

  • Zweimal mehr Arbeitsplätze als nationale aktive Bevölkerung
  • Viermal mehr Arbeitsplätze als aktive Bevölkerung auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg
  • Der Überschuss an Arbeitsplätzen muss durch Arbeitskräfte von aussen gedeckt werden
  • Um die 70% der Beschäftigten sind Einwanderer oder Grenzgänger
  • Der Anteil an Grenzgängern ist von 3% in 1961 auf 44% in 2010 angestiegen; fast die Hälfte der Grenzgänger kommt aus Frankreich

Ein internationales und multikulturelles Arbeitsumfeld

Mehrere weltweit agierende Industriekonzerne haben in Luxemburg ihren Firmensitz (ArcelorMittal, Goodyear, Guardian, Dupont...).

Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der Medien agieren mehrere Kommunikationsriesen von Luxemburg aus: RTL Group, Europas größter Betreiber von Privatfernsehen und Privatradio, und SES, weltweiter Marktführer im Kommunikations- und Fernübertragungswesen, mit einer Flotte von 40 Satelliten. Multinationale Konzerne des E-Businessbereichs wie Skype, iTunes, PayPal, eBay oder Amazon.com haben sich ebenfalls in Luxemburg niedergelassen.

Der Luxemburger Finanzplatz spielt auf internationalem Niveau eine führende Rolle und zahlreiche europäische Institutionen haben ihren Sitz in der luxemburgischen Hauptstadt.

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Eine außergewöhnlich hohe Anzahl ausländischer Arbeitskräfte

Um die 70% der Beschäftigten sind Einwanderer oder Grenzgänger. Hinzu kommen etwa 10.000 internationale Angestellte und Beamte.

Seit 1985 steigt die Zahl der Arbeitnehmer die in Deutschland, Frankreich oder Belgien leben und in Luxemburg arbeiten, unaufhörlich. Grund für diese Entwicklung ist, dass das nationale Arbeitsplatzangebot die durch Luxemburger und Einwanderer geleistete Binnennachfrage übersteigt.

Etwa 160.000 Arbeitnehmer aus dem Grenzgebiet arbeiten in Luxemburg. Die Hälfte kommt aus Frankreich, das damit am stärksten vertreten ist, gefolgt von Belgien (26%) und Deutschland (24%). Insgesamt sind 45% des Arbeitsmarkts von Grenzgängern besetzt.

Mehrsprachige Arbeitskräfte

Die einheimischen Arbeitskräfte sprechen die drei alltäglichen Gebrauchssprachen (Luxemburgisch, Französisch, Deutsch) fließend. Durch das multikulturelle Umfeld sprechen viele Arbeitnehmer zudem Englisch. Welche Sprache am Arbeitsplatz gesprochen wird, hängt stark von der Herkunft oder der Nationalität des Unternehmens ab.

Ein überaus starkes Dienstleistungsgewerbe

Während die Anzahl der Industriearbeiter in den letzten Jahren gesunken ist, hat der Dienstleistungssektor einen großen Aufschwung erlebt.

Eine Arbeitslosenrate, die unter dem europäischen Durchschnitt liegt.

Seit 2002 steigt die bis dahin eher niedrige Arbeitslosenrate stetig an, bleibt aber unter dem europäischen Durchschnitt. Im Oktober 2014 lag sie bei 7,1%.

Die Agentur für Arbeit (ADEM) hat den Auftrag, den Arbeitslosen Menschen, und aber auch den Unternehmen, bei ihrer Suche zu helfen, sei es, um eine geeignete Arbeitsstelle zu finden oder um den passenden Kandidaten ausfindig zu machen.

Wo der soziale Frieden Tradition hat

Der soziale Frieden wird in Luxemburg traditionell groß geschrieben. Soziale Unstimmigkeiten werden in der Regel im Dialog mit den Tarifpartnern gelöst, sei es innerhalb eines Unternehmens oder auf Landesebene.

Konjunkturausschuss

Der Konjunkturausschuss hat die Aufgabe, die wirtschaftliche und konjunkturelle Entwicklung des Landes sowie die Situation auf dem Arbeitsmarkt genau zu verfolgen.

(Quellen: Handelskammer, Statistikportal)

  • Letzte Änderung dieser Seite am 06-05-2015