Lebenshaltungskosten

Staatlich festgesetzte Preise und eine Kommission für Preisbildung

Preise und ihre Enstehung aus nächster Nähe

Im Jahr 2008, als sich die Inflation auf einem besonders hohen Niveau bewegte, erließ die luxemburgische Regierung eine offizielle Liste sogenannter staatlich festgesetzter Preise („prix administrés“), d. h. Preise, auf deren Bildung öffentliche Behörden (Staat, Gemeinden) direkt oder indirekt Einfluss nehmen. Diese Preise betreffen so unterschiedliche Bereiche wie die Hausmüllentsorgung, Parkgebühren, Theater, öffentliche Verkehrsdienste, medizinische Leistungen, Tarife für Altersheime usw.

Im Zuge einer Krise Ende 2010 wurde dann eine Beobachtungsstelle für Preisbildung (Observatoire de la formation des prix) geschaffen. Sie wurde in die Beobachtungsstelle für Wettbewerbsfähigkeit (Observatoire de la compétitivité) des Wirtschaftsministeriums integriert und hat die Aufgabe, die Entwicklung der Verbraucherpreise und der staatlich festgelegten Preise zu überwachen sowie Analysen zu den Mechanismen der Verbraucherpreisbildung in Luxemburg zu erstellen. Sie setzt sich aus Verbrauchervertretern, Arbeitgebervertretern und Regierungsvertretern zusammen. Ihre Tätigkeit wird vom Rat für Verbraucherfragen überwacht.

Die Beobachtungsstelle für Preisbildung tritt in der Regel vier Mal pro Jahr zusammen. Sie veröffentlicht halbjährlich Berichte über die Preisentwicklung auf der Internetseite der Beobachtungsstelle für Wettbewerbsfähigkeit.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 07-05-2015